Python

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Die interpretierte höhere Programmiersprache Python gilt aufgrund ihrer klaren und gut strukturierten Syntax als recht einfach zu erlernen. Mit ihr soll ein knapper Programmierstil gefördert werden, der zusätzlich gut lesbar ist. Im Allgemeinen findet Python als Skriptsprache unter Developern Anwendung. Es werden grundsätzlich mehrere Programmierparadigmen unterstützt. Die Programmiersprache basiert auf ein gemeinschaftsbasiertes Entwicklungsmodell. Diesbezüglich steht eine gemeinnützige Python Software Foundation zur Verfügung. Ziel dieser Software Foundation ist die Sprach-Definition.

Ziele der Programmiersprache Python

Entwicklerziel war eine möglichst große Einfachheit und Übersichtlichkeit. Dafür sind zwei Maßnahmen erforderlich gewesen. So kommt Python beispielsweise mit sehr wenigen Schlüsselwörtern aus. Ferner wurde die Syntax von Python maßgeblich reduziert und damit auf eine möglichst große Übersichtlichkeit optimiert. Im Vergleich zu anderen Programmiersprachen lassen sich Python-Skripte sehr übersichtlich und knapp formulieren. Der Developer Van Rossum hat einen besonders großen Wert auf eine umfangreiche Standardbibliothek gelegt, die sich schnell und einfach erweitern lässt. Diesen Anspruch stellte er aufgrund seiner schlechten Erfahrungen mit der Programmiersprache ABC. Dieses Konzept vereinfachte aber nicht nur die Handhabung mit Python, sondern ermöglicht es zudem, die Python-Programme als Module in andere Sprachen einzubetten. Schwächen von Python lassen sich somit einfach umgehen.

Da es sich bei Python um eine Multiparadigmensprache handelt, werden Developer nicht zur Nutzung eines einzigen Programmierstils gezwungen. Für jede Aufgabe können geeignete Paradigmen genutzt werden. Während strukturierte und objektorientierte Programmierungen von Python vollständig unterstützt werden, lassen sich aspektorientierte und funktionale Programmierungen lediglich durch einzelne Elemente unterstützen. Die Verwaltung der Datentypen erfolgt generell dynamisch. Statistische Typprüfungen gibt es bei Python nicht. Nicht mehr genutzte Speicherbereiche werden durch Referenzzählungen freigegeben. In der Version 2.0 wurde die Programmiersprache ferner durch eine Unicode-Unterstützung erweitert. Im Jahr 2004 wurden die wichtigsten Ziele und Regeln von Python unter dem Titel „The Zen of Python“ veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist mit humorvollen Phrasen ausgeschmückt.

Standardbibliothek – eine der größten Stärken

Die umfangreiche Standardbibliothek macht Python für Developer besonders interessant. Aufgrund dieser Bibliothek eignet sich die Programmiersprache für zahlreiche Anwendungen. Überwiegend ist diese Bibliothek plattformunabhängig. Auch größere Python-Programme laufen somit ohne notwendige Änderungen auf Windows, macOS, Unix und weiteren Plattformen. Generell lassen sich die Module aus der Standardbibliothek nicht nur durch weitere Python-Module, sondern ebenso durch Module die beispielsweise in C geschrieben sind ergänzen. Im Besonderen ist die Standardbibliothek auf Internetanwendungen optimiert. Dabei wird eine große Anzahl diverser Formate und Protokolle unterstützt. Enthalten sind auch Module, mittels derer grafische Schnittstellen geschaffen werden können. Ebenso Module, mit denen sich relationale Datenbanken verbinden oder reguläre Ausdrücke manipulieren lassen.

Nutzung unter Developern

Bei den gängigen Betriebssystemen ist die Programmiersprache meist frei erhältlich. Ferner gibt es einen Standardumfang bei den meisten Linux-Distributionen. Zur Einbindung von Python in einen Webserver wenden DeveloperWSGI, welches webserverübergreifend ist, an. Damit lassen sich die Nachteile von CGI umgehen. Es gibt eine ganze Reihe von Web-Applikation-Frameworks, die Python nutzen. Beispielsweise Django, TurboGears oder Zope. Für das Symbia-Betriebssystem gibt es einen Python-Interpreter. Selbst die Developer von Google und Youtube haben teilweise Python angewandt. Ferner nutzen Developer der Spielindustrie die Programmiersprache. Das für die Schulausbildung von Kindern konzipierte Projekt „100-Dollar-Laptop“ basiert vollständig auf Python. Auf Knopfdruck wird den Kindern der laufenden Quellcode angezeigt, sodass sie auch die dahinterliegende Informationstechnologie erleben können.